Unendliches Weltall 2021

37,90 

ISBN 978-3-930473-01-4
Kalenderformat 41 x 57 cm

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Verfügbarkeit: 5 vorrätig

Artikelnummer: K03-2021 Kategorien: , Schlagwörter: , , , ,
  • Kalenderformat 41 x 57 cm
  • Bildgröße 41 x 53 cm
  • Titelbild und 6 Monatsbilder
  • alle Motive auf Folie gedruckt
  • Die Kalender sind einzeln in Schutzfolie verpackt

ISBN 978-3-930473-01-4

Als „Weltraum” bezeichnet man den Bereich im Universum, der zwischen den Planeten, Sternen und Galaxien liegt. Dieser unermessliche Raum bietet immer wieder neue Herausforderungen für Forschung, Wissenschaft und Astronomie.

Farbenprächtige Aufnahmen des Kalenders „Weltall“ geben Einblicke in diesen faszinierenden Bereich. Wie gewohnt, erhalten Sie auf der Rückseite des Kalenders erklärende Texte und Informationen zu den einzelnen Bildern.

 

Bildbeschreibungen:

Der Himmel über Südafrika

Die am Kap der Guten Hoffnung in der Republik Südafrika gewonnene Aufnahme zeigt Sterne am nächtlichen Südhimmel, die durch die lange Belichtungszeit zu Strichen verformt wurden und damit auch die Erddrehung widerspiegeln. Im Zentrum dieser konzentrischen Striche liegt der Pol, also der Punkt, um den sich das Himmelsgewölbe zu drehen scheint. Eine vergleichbare Aufnahme des Nordhimmels würde einen kleinen Lichtpunkt nahe am Zentrum zeigen, den Polarstern, eine Sonne im Sternbild Kleiner Bär, auch Kleiner Wagen genannt. Auf Grund der Kreiselbewegung der Erde ändert sich die Position der Erdachse im Raum. Diese kontinuierliche Änderung bewirkt, dass immer wieder andere Sterne nahe an den Himmelspol rücken und so zum Polarstern werden. So hatte im Frühmittelalter ein anderer Stern aus dem Kleinen Bär die Position des Polarsterns inne und in 2000 Jahren wird der Polarstern im Sternbild Kepheus zu finden sein.

Zurück zu unserer Aufnahme: Eine Tafel teilt das im Hintergrund schwach erkennbare Meer in den Atlantischen Ozean im Westen und den Indischen Ozean im Osten. In Verlängerung der Tafel ist erstmal viel Wasser, rund 4000 km trennen das Kap der Guten Hoffnung vom nächsten Land, Antarktika. Der Name des Kaps leitet sich ab von der Hoffnung portugiesischer Seefahrer des ausgehenden Spätmittelalters, dass mit Umrundung der Südspitze Afrikas auch der Seeweg nach Indien offen stehe; so zumindest eine geläufige unter den verschiedenen etymologischen Erklärungen.

 

Die Zauberfee des Adlernebels

Die Überschrift zu diesem Bild ist zugegebenermaßen märchenhaft, aber warum sollte man sich bei solchen spektakulären kosmischen Aufnahmen immer nur wissenschaftlich äußern? Trotzdem erschließt sich der Titel dem flüchtigen Betrachter möglicherweise nicht sofort, daher: In der linken oberen Bildecke ist eine grauweiße Staubsäule zu erkennen, die Gesichtszüge zu tragen scheint, eben die „Zauberfee des Adlernebels“. Der Nebel gehört zum Sternbild Schlange, das sich in unseren Breiten gut am sommerlichen Südhimmel beobachten lässt, und besteht überwiegend aus Wasserstoff. Aus diesem Gas entstehen Sterne, die sich im Raum in Form eines offenen Sternhaufens verteilen. Daneben gibt es aber auch gigantische Mengen Kohlenstoff- und Silikatstaub, die schwarzen und grauen Säulen in unserem Bild. Wie im All nicht anders zu erwarten, sind die Ausmaße der Zauberfee wenig feenhaft. Sie misst 10 Lichtjahre. Zur bildlichen Vorstellung dieser kosmischen Strecke bietet sich folgender Vergleich an. Der Weg, den die Apolloastronauten zum Mond zurückgelegt haben, war ein bisschen mehr als 1 Lichtsekunde.
Januar/Februar:

 

Das magnetische Zentrum unserer Galaxis

Kennen Sie SOFIA? Gemeint sind nicht die bulgarische Hauptstadt Sofia oder σοφία, altgriechisch für Weisheit, obwohl SOFIA wohl an σοφία erinnern soll. Das Akronym SOFIA steht für Stratospheric Observatory For Infrared Astronomy und wurde in einen Jumbo-Jet eingebaut. Seit 2010 ist es in der Stratosphäre auf etwa 13.000 m Meereshöhe im Dienst der Infrarot-Astronomie weltweit unterwegs. In diesen Höhen ist der infrarotabsorbierende Wasserdampf der unteren Atmosphärenschichten nur mehr gering. Im Bild sichtbar sind Strukturen im Infrarotlicht, das von Staubteilchen abgestrahlt wird. Und die Lage dieser Teilchen orientiert sich am Magnetfeld. Damit visualisiert das Foto die Magnetfelder im Zentrum unseres Milchstraßensystems, das im Sternbild Schütze lokalisiert wurde. Das Zentrum bildet ein supermassereiches Schwarzes Loch mit unvorstellbaren 4 Millionen Sonnenmassen, die aber so komprimiert sind, dass der Durchmesser dieses Schwarzen Lochs mit 20 Millionen Kilometern vergleichsweise winzig ist. Eine solch dichte Masse erzeugt eine immense Gravitation, die selbst den Austritt von Licht nicht mehr zulässt; daher die Bezeichnung Schwarzes Loch.
März/April:

 

Der Spinnennebel im Infrarot

Infrarot bezeichnet einen Teil des elektromagnetischen Spektrums, der umgangssprachlich auch Wärmestrahlung genannt wird. Sie ist für unsere Augen nicht wahrnehmbar. Damit lassen sich astronomische Objekte, die kühler als 1000 Kelvin sind oder die durch interstellare Wolken verdeckt werden, weit besser beobachten als im sichtbaren Licht. In näherer Zukunft könnte mittels der Infrarotastronomie durch weiter entwickelte satellitengestützte Teleskope erstmals die direkte Beobachtung von Exoplaneten möglich sein. In unserem Bild ist der grünlich schimmernde Spinnennebel abgelichtet, ein Emissionsnebel im Sternbild Fuhrmann. Dieses Sternbild mit seinem auffällig hellen Riesenstern Capella prägt als Teil des sogenannten Wintersechsecks unseren Nachthimmel. Der Spinnennebel ist eine lokale Gasansammlung, aus der junge Sterne entstehen können, in unserem Bild die rötlichen Punkte etwas oberhalb der Bildmitte.
Mai/Juni:

 

Galaxienhaufen Abell 3391 und 3395

Es ist schon unglaublich, mit welcher Dynamik sich die Astronomie durch neue leistungsfähige terrestrische wie auch satellitengebundene Observatorien weiterentwickelt. Unser Bild zeigt Galaxienhaufen im südhemisphärischen Sternbild Carina in einer Aufnahme des Röntgenteleskops „eROSITA“, das am 13. Juli 2019 mit einer russischen Trägerrakete ins All geschossen wurde. Das Satellitenobservatorium ist in einer Entfernung von 1,5 Millionen Kilometern stationiert und soll in den nächsten 7 Jahren den gesamten Himmel im Röntgenspektrum abbilden. Dabei wird der Schwerpunkt der Mission auf Galaxienhaufen und ihrer Verteilung im All liegen, um mehr über die mysteriöse Dunkle Energie zu erfahren, die den Großteil der Masse im Universum bildet, sich jedoch der direkten Beobachtung entzieht. Galaxienhaufen sind nach heutigem Kenntnisstand die größten Strukturen im Universum mit bis zu mehreren 1000 Mitgliedern, die in einem gemeinsamen gravitativen Feld versammelt sind. Abell 3391 und 3395, die beiden elliptischen Strukturen knapp unterhalb der Bildmitte, sind Haufen mit mindestens je 30 Galaxien. Ein schwach leuchtendes Band verbindet beide. Offensichtlich interagieren die Galaxien über dieses extrem heiße Gasband
Juli/Aug:

 

Der Gasplanet Saturn

Kosmisch gesehen ein naher Nachbar, der Planet Saturn, der zwischen Jupiter und Uranus in fast 30 Jahren einmal die Sonne umkreist. Mit einem Durchmesser von 120.500 km bei einer Rotationsperiode von nur 10,5 h sind die Wolkenschichten des Gasplaneten rasend schnell unterwegs. Da auch noch die äquatornahen Gasbänder schneller rotieren als die polnahen Bänder, treten Windgeschwindigkeiten von bis 500 m/s auf, ein unwirtlicher Ort, zudem die Temperaturen bei etwa -140 °C liegen und die Atmosphäre aus Wasserstoff und Helium besteht. Das Faszinierende des auch mit bloßem Auge gelblich gefärbten Planeten ist sein Ring, der wie die Äquatorebene des Planeten um 27° gegen die Umlaufbahn geneigt ist. Daher beobachtet man auch im Laufe von 30 Jahren unterschiedlich weit geöffnete Ringe, maximal im Jahr 2017, minimal 2009. Im Minimum sind sie unsichtbar, ein Hinweis auf die geringe Dicke der Saturnringe. Trotzdem werfen sie einen sichtbaren Schatten auf den Planetenkörper. Neuere Forschungen haben ergeben, dass der Ring des Saturns tatsächlich über 100.000 Einzelringe darstellt, die ihrerseits aus unzähligen Gesteins- und Eisbrocken im Mikrometer- bis Meterbereich bestehen. Die heute gängige Hypothese über die Entstehung der Ringe besagt, dass sie vor über 4 Milliarden Jahren bereits bei der Bildung des Sonnensystems aus einer Materiewolke hervorgegangen sind.
Sept/Okt:

 

Detailaufnahme des Orionnebels

Der Orionnebel ist der hellste Emissionsnebel am Nordhimmel und als verwaschener Fleck im Sternbild Orion etwas südlich der sogenannten Gürtelsterne mit bloßem Auge zu sehen. Orion ist neben dem Großen Wagen das wohl auffälligste Sternbild mit hellen Sternen in prägnanter Anordnung. Fotografiert wurde der Nebel mit dem Spitzer-Weltraumteleskop, das seit 2003 auf einer Umlaufbahn um die Sonne der Erde – allerdings mit jährlich zunehmendem Abstand – folgt. Mittlerweile befindet sich das Teleskop außerhalb der Marsbahn. Ursprünglich für eine Nutzungsdauer von 5 Jahren konzipiert lieferte das Infrarotteleskop der NASA mehr als dreimal so lang wissenschaftliche Daten. Endgültig abgeschaltet wurde es am 30. Januar 2020. Benannt ist das Teleskop nach dem Astronomen Lyman Spitzer (1914-1997), der sich unter anderem mit der Erforschung interstellarer Materie befasste, was gut zu unserem Orionnebel passt. Dieser Emissionsnebel ist nur 1500 Lichtjahre entfernt und bildet ein umfangreiches Sternentstehungsgebiet. Besonders aktiv ist die überstrahlte Region junger Sterne etwas unterhalb der Bildmitte. Viele der dort gleisenden Sterne sind nur 1 Millionen Jahre alt, kosmisch gesehen also sehr jung und weisen noch Staubscheiben auf, aus denen sich in der Folgezeit Planeten bilden werden.
Nov/Dez:

 

 

Gewicht 0.800 kg