Unendliches Weltall

37,90 

ISBN 978-3-930473-01-4
Kalenderformat 41 x 57 cm

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Artikelnummer: K3-2019 Kategorie: Schlüsselworte: , , , ,
  • Kalenderformat 41 x 57 cm
  • Bildgröße 41 x 53 cm
  • Titelbild und 6 Monatsbilder
  • alle Motive auf Folie gedruckt
  • Die Kalender sind einzeln in Schutzfolie verpackt

ISBN 978-3-930473-01-4

Das Universum! Ein unermesslicher Raum für Wissenschaft, Spekulationen und Zukunftsvisionen. Menschen versuchen seit Jahrtausenden dem Geheimnis des Weltalls auf die Spur zu kommen. Der Kalender zeigt beeindruckende Aufnahmen in eine fremde Welt.  Auf der Rückseite finden Sie erklärende Texte zu den einzelnen Bildern.

 

Bildbeschreibungen:

Stellares Sommerdreieck über der Chinesischen Mauer

Der unvoreingenommene Betrachter sieht natürlich vor allem die Chinesische Mauer, auf einer Hügelkette erbaut, aufragen. Diese Schutzmauer, die sich in vielen teilweise parallelen, teilweise quer laufenden Strängen durch das nördliche China zieht, ist insgesamt über 20.000 km lang. Errichtet wurde sie seit dem 8. Jahrhundert v.Chr., um das Kaiserreich vor den Angriffen nomadisch lebender Reitervölker aus dem Norden zu schützen.

Aber als Astronomie Interessierte sind wir ja keine unvoreingenommenen Betrachter! Daher fällt uns der Nachthimmel mit seiner Milchstraße auf, garniert mit 3 hellen Sternen. Am oberen Bildrand die bläulichweiß glänzende Wega (Sternbild Leier), am linken Bildrand Deneb (Sternbild Schwan) und nur wenig oberhalb des Wehrturms Atair im Sternbild Adler, alles Sterne aus unserer Milchstraße. Sie bilden das Sommerdreieck, das in unseren Breiten am sommerlichen Südhimmel glänzt.

 

Kugelsternhaufen im Sternbild Schlange

Dieser kompakte Sternhaufen wurde von Charles Messier in seinem bekannten Messier-Katalog mit der Nr. 5 gekennzeichnet. Der Franzose Messier (1730-1817) war als Astronom eigentlich auf der Suche nach Kometen und entdeckte auch viele dieser flüchtigen Himmelskörper. Allerdings entdeckte er bei seiner intensiven Durchmusterung des Himmels auch Objekte, die als diffuse Flecken Kometen lediglich ähnelten. Um künftige Verwechslungen auszuschließen, ordnete er die Funde im „Catalogue des Nébuleuses et des amas d´Étoiles“ (Katalog der Nebel und Sternhaufen). Und so entstand der Messierkatalog, der schließlich 110 Objekte enthielt. Heute weiß man, dass sich hinter den Ziffern u.a. Galaxien, Sternhaufen und Emissionsnebel verbergen.

Messier 5 ist ein kugelförmiger Sternhaufen, in dem mehr als 100.000 Sterne vergleichsweise dicht gepackt ein Gebiet von 165 Lichtjahren durchmessen. Jeder Punkt ist eine Sonne, die meisten aber mit etwa 13 Milliarden Jahren drei Mal so alt wie unser Heimatstern.

 

Reste einer Supernova im Sternbild Schwan

Die Reste einer infernalischen Sternvernichtung, die sich vor ca. 7.000 Jahren ereignet haben soll, sind hier – allerdings nur in einem kleinen Ausschnitt – abgebildet. Was war passiert? Ein massereicher Stern, der sein „Lebensende“ erreicht hatte, war mit gigantischer Energie explodiert. Die Leuchterscheinung eines solchen Sternenkollapses nennt man eine Supernova; diese kann durchaus für kurze Zeit die Leuchtkraft einer ganzen Galaxie erreichen. Vor 7.000 Jahren also haben Menschen wohl für einige Tage oder Wochen ein kräftiges Aufleuchten im Sternbild Schwan wahrgenommen und seit dieser Zeit fliegen die Sternenreste mit hoher Geschwindigkeit auseinander. Da der ursprüngliche Standort des sterbenden Sterns mit 1.400 Lichtjahren nicht wirklich weit von uns entfernt war, bedecken die Reste inzwischen ein großes Areal am irdischen Himmel, etwa 5 mal so viel wie unser Vollmond, allerdings mit bloßem Auge nicht wahrnehmbar.

Unsere Abbildung wurde vom Hubble-Weltraumteleskop gewonnen und zeigt einen etwa 2 Lichtjahre messenden Ausschnitt des 100 Lichtjahre großen Schleiernebels (NGC 6960 und 6992), der aus selbstleuchtenden und Licht reflektierenden Gasen besteht.

 

Spiralgalaxie im Sternbild Jagdhunde

M 63 ist eine etwa 30-40 Millionen Lichtjahre entfernte Galaxie im unscheinbaren Sternbild Jagdhunde, das in unseren geographischen Breiten zirkumpolar ist. Dies bedeutet, das Sternbild ist am Nachthimmel ganzjährig beobachtbar. M 63 ist eine Spiralgalaxie, deren Dynamik uns greifbar erscheint. Und dennoch benötigt dieser kosmische Wirbel zig Millionen Jahre für eine vollständige Rotation. Im Bild zu sehen sind gleisend blaue junge Sterne, rötlich leuchtende Gasmassen, Dunkelnebel und das strahlend helle Zentrum dieses Milchstraßensystems. Wissenschaftler vermuten im Inneren ein Schwarzes Loch mit einer Masse von etwa 1 Milliarde Sonnen. Ein Schwarzes Loch entsteht, wenn eine große Masse sich auf einem winzigen Raum zusammenquetscht. Von solch einem Körper kann dann nicht einmal mehr Licht entweichen, er wird unsichtbar. Unsere Erde beispielsweise müsste dazu auf eine kleine Tomate von 2 cm Durchmesser schrumpfen.

 

Galaxiengruppe im Sternbild Bildhauer

Hätten Sie nicht einen Astronomiekalender vor sich sondern einen Kalender mit Tiermotiven, dann wäre der Titel vielleicht „Quallen der Tiefsee“. Tatsächlich zeigt unser Kalenderblatt aber drei ferne Sternenwelten. Dabei hat ein phantasiebegabter Wissenschaftler diese große Milchstraße als Wagenradgalaxie beschrieben, um so auf die Speichen hinzuweisen. Die Speichen sind Spiralarme, deren Fortentwicklung möglicherweise durch die benachbarte kleine bläuliche Galaxie gestört wurde. Sie wirkt ja auch ein bisschen zerzaust!

Zu finden ist das sehr lichtschwache Objekt tief im Süden im Sternbild Bildhauer rund 500 Millionen Lichtjahre entfernt.

 

Emissionsnebel im Sternbild Skorpion

Der interstellare Gas- und Staubnebel mit der Bezeichnung NGC 6357 ist ein Sternentstehungsgebiet, in dem die blau glänzenden Punkte junge und sehr heiße Sterne wiedergeben. Der Nebel im Sternbild Skorpion ist in einigen tausend Lichtjahren in der Nähe unseres Milchstraßenzentrums zu finden. Solche Nebelformationen sind typisch für die Entwicklung von Sternen aus kollabierender interstellarer Materie. Dabei können Einzelsterne und Sternhaufen entstehen, die wiederum ein Schlüssel für die Bildung und Entwicklung von Galaxien sind.

Wie heute üblich ist dies ein Kompositbild, in dem Daten irdischer und kosmischer Teleskope mit ihren jeweiligen Spektralbereichen von Röntgen über sichtbares Licht bis hin zum Infrarot eingearbeitet wurden. So entsteht ein bunter Reigen an Farben und Formen.

 

Beinahe wieder daheim: Planet Merkur

Im Lauf dieses Kalenderjahres sind wir von der Chinesischen Mauer über unsere Milchstraße bis hin in die 500 Millionen Lichtjahre entfernte Wagenradgalaxie geflogen. Und zum Jahresende kehren wir wieder in unsere nächste Nachbarschaft – zum Planeten Merkur – zurück. Merkur ist mit 4.878 km Durchmesser der kleinste unter den Planeten, sogar kleiner als die größten Monde von Jupiter und Saturn. Und er steht der Sonne am nächsten.

Das farbenprächtige Bild wurde aus verschiedenen Wellenlängen des elektromagnetischen Spektrums gewonnen, gibt also nicht den Eindruck wieder, den Merkur auf einen Astronauten machen würde. Entstanden ist diese Aufnahme während eines Vorbeiflugs der Sonde Messenger. Die Farben spiegeln geologische Strukturen und Minerale an der Merkuroberfläche wider. Trotz aller Farbenpracht: Merkur ist eine glühende tote Wüste! Die Sonde Messenger beendete im Übrigen ihr Dasein als künstlicher Himmelskörper infolge Treibstoffmangels und prallte am 30.4.2015 auf die Merkuroberfläche.

Gewicht 0.800 kg